European Network against privatization and commercialization of Health and Social protection
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En/Du - April 7 Campaign: Call to Demonstrate

D 6 April 2022    


April 7, 2022, To make World Health Day "Our World Health Citizen Day"

The public policies carried out throughout Europe in the field of health and social protection, in the name of a debt that is not our own, have led to a continuous and now dramatic deterioration:
- Massive cuts in hospital beds, closures of services, maternity wards, local hospitals emptied of most of their activities, medical desertification, concentration of health and social establishments, increased privatization, protocolization of all health and social activities within the framework of the commodification of care and social services, accompanied by the dehumanization of user-intervenor relations, major deterioration in the working conditions of health, social and medico-social workers, leading to massive departures...
- Unacceptable and degrading practices of isolation and restraint which are multiplying in psychiatry but also in the EHPAD and in other care sectors.
- Multiplication of medical deductibles which constitute financial barriers in access to care.
- Extreme fragility of the public hospital, health and social action revealed by the pandemic.
- Weakening of social security, threatened while it has financed at exorbitant prices the pharmaceutical and health multinationals or E-health.
We, the signatory organizations, refuse these policies that are contrary to the well-being of each and every one of us, and consider health and social action to be an asset, an investment in the service of the common good, which should be a priority of public policies.

We demand
- Equal access to health care for all, without financial, geographical, cultural, gender or origin limitations of any kind.
- A health system, a public and non-profit medico-social and social sector, including primary care, prevention, information, psychological and social support, relational care, management of loss of autonomy, and the fight against the causes of disease.
- A public hospital sector ensuring access to quality, local care.
- Qualified and recognized health and social professionals, paid accordingly, in sufficient numbers, recruitment in line with co-assessed needs, equitable distribution throughout the territory.
- The end of austerity policies and the obtaining of human, material and financial resources that meet the needs.
- In psychiatry, to give back the means of the public sector policy in the framework of institutional psychotherapy.

We refuse that the multinationals of health and "silver economy" make indecent profits on health, illness and loss of autonomy and compete with our public services. We oppose the commodification and privatization of health in all its dimensions: no profit on health, no public money for profits on health!

We request the lifting of all patents on medicines, treatments, medical devices in the context of the Covid 19 pandemic and its aftermath, so that they become common goods of humanity, while 40% of the world’s inhabitants have not yet had access to any vaccine and while the signing of the ICE is still fully justified www.noprofitonpandemic.eu/en

We want to
- A social protection based on solidarity open to the whole population, guaranteeing the financing of health expenses, ensuring 100% coverage of care, loss of independence and prevention.
Against resignation, submission or resignation, our organizations (unions, collectives, defense committees ...) have the responsibility to offer an alternative so that together users, employees, we take back possession of our common good, a public system of health, social action and social protection, fairer, more united, satisfying the needs of the population rather than the portfolio of shareholders.

We call citizens, users and professionals, to express these demands on Thursday, April 7, by participating massively in the initiatives that will be held on that day.
It is up to us to make April 7 "Our World Health Citizen Day" and to remind our leaders that we will not give up!

— 
7 April 2022: den Weltgesundheitstag zum „Weltgesundheitstag für die Bürger*innen“ machen

Die staatliche Politik, die in ganz Europa im Bereich der Gesundheit und der Sozialversicherung unter dem Diktat einer Verschuldung, die nicht unsere ist, verfolgt wird, hat zu kontinuierlichen und mittlerweile dramatischen Verschlechterungen geführt:
– massiver Bettenabbau in Krankenhäusern, Schließung von Stationen und Geburtskliniken, Abbau mancher Bereiche in den lokalen Krankenhäusern, Ärztemangel, Konzentration von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, verstärkte Privatisierung, Protokollierung aller Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen im Rahmen einer Kommerzialisierung der Pflege und des Sozialwesens, begleitet von einer Entmenschlichung der Beziehungen zwischen Nutzern und Beschäftigten, einer massiven Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Krankenhäusern, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen und daraus folgenden massiven Abgängen …
– unzulässige und erniedrigende Praktiken der Isolation und Fixierung, die in der Psychiatrie, aber auch in Pflegeheimen und anderen Pflegebereichen immer häufiger vorkommen
– Zunahme der Selbstbeteiligung bei medizinischen Leistungen und der Pauschalen, die neue finanzielle Hürden beim Zugang zur Gesundheitsversorgung schafft
– extreme Schwächung der öffentlichen Krankenhäuser, des Gesundheits- und Sozialwesens, die durch die Pandemie offenkundig wurde
– Schwächung der Sozialversicherung, die bedroht ist, aber den multinationalen Pharma-, Gesundheits- oder E-Health-Konzernen horrende Preise gezahlt hat

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, lehnen diese Politik ab, die dem Wohlergehen jeder und jedes Einzelnen zuwiderläuft, und betrachten das Gesundheits- und Sozialwesen als einen Reichtum, eine Investition im Dienste des Gemeinwohls, die die staatliche Politik vorrangig behandeln sollte.

Unsere Forderungen
– Gleichberechtigter Zugang zu Gesundheit für alle, ohne Einschränkungen finanzieller, geografischer, kultureller, geschlechtsspezifischer oder herkunftsbedingter Art
– Ein Gesundheitssystem, einen öffentlichen und gemeinnützigen medizinisch-sozialen und sozialen Sektor, bestehend aus medizinischer Grundversorgung, Prävention, Information, psychologischer und sozialer Betreuung, Beziehungspflege, Betreuung bei Autonomieverlust und Bekämpfung von Krankheitsursachen schon im Vorfeld
– Ein öffentlicher Krankenhaussektor, der den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen und ortsnahen Versorgung gewährleistet
– Qualifizierte, respektierte und gut bezahlte Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen in ausreichender Zahl, dem gemeinsam evaluierten Bedarf entsprechende Einstellungen und eine gleichmäßige Verteilung über das ganze Land
– Beendigung der Kürzungspolitik und Bereitstellung personeller, materieller und finanzieller Mittel entsprechend dem Bedarf
– Ausstattung der Psychiatrie mit ausreichenden Mitteln für die öffentliche Versorgung im Rahmen der institutionellen Psychotherapie

Wir lehnen es ab, dass die multinationalen Konzerne des Gesundheitswesens und des „grauen Goldes“(1) unverschämt hohe Profite mit Gesundheit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit machen und mit unseren öffentlichen Diensten konkurrieren. Wir wehren uns gegen die Kommerzialisierung und Privatisierung der Gesundheit in all ihren Dimensionen: keine Profite mit der Gesundheit, keine öffentlichen Gelder für Profite mit der Gesundheit!

Wir fordern die Aufhebung aller Patente auf Medikamente, Behandlungen und medizinische Geräte im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und ihren Folgen und ihre Umwandlung zu Gemeingütern der Menschheit. 40 Prozent der Weltbevölkerung hatten noch keinen Zugang zu Impfstoffen. Die Unterzeichnung der Europäischen Bürgerinitiative https://noprofitonpandemic.eu/de/ ist noch immer voll gerechtfertigt.

Wir wollen eine solidarische Sozialversicherung für die gesamte Bevölkerung, mit der die Finanzierung der Gesundheitsausgaben gewährleistet wird und die eine 100-prozentige Übernahme der Kosten für Pflege, Betreuung bei Autonomieverlust und Prävention sichert.

Es liegt in der Verantwortung unserer Organisationen (Gewerkschaften, Kollektive, Bürgerinitiativen usw.), eine Alternative zu Resignation, Unterordnung oder Kapitulation anzubieten, damit wir als Nutzer*innen und Arbeitnehmer*innen uns unser Gemeingut wieder aneignen: ein öffentliches Gesundheits- und Sozialversicherungssystem, das gerechter und solidarischer ist und die Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigt, statt die Geldbeutel der Aktionäre zu füllen.

Wir appellieren an Bürgerinnen und Bürger, Nutzerinnen und Nutzer sowie Beschäftigte, diese Forderungen am Donnerstag, den 7. April 2022, zum Ausdruck zu bringen, indem sie sich massiv an den an diesem Tag stattfindenden Aktionen beteiligen.

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